Themenschwerpunkte

In Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist die Auseinandersetzung mit Systemen, welche offensichtlich nicht für alle Kinder und Jugendlichen geeignet sind, Thema. Auswirkungen und massive Probleme in der Zusammenarbeit und im Zusammenleben, sowie Betreuungsabbrüche und Exklusion werden beleuchtet. Häufig wird von sogenannten „Drehtürklientinnen“ oder „Systemsprengerinnen“ gesprochen. Gleichzeitig können die Herausforderungen und die Ressourcen, die diese Kinder und Jugendlichen aufzeigen von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung von Angeboten und Strukturen sein. Ziel ist die Gewährleistung des Kindeswohls in allen Facetten.

Der Austausch über folgende Fragen soll breiten Raum erhalten:

  • Wie machen wir Sozialpädagogik „gut genug“? Wie beantwortet die Sozialpädagogik als Profession die Frage, „was Grenzgängerinnen sagen/aufzeigen“?
  • Der Umgang mit Extremsituationen im sozialpädagogischen Alltag: Best Practice Beispiele zu den benannten Phänomenen aus dem In- und Ausland.
  • „Systemsprengerinnen“ und Forschung: Theoretische und empirische Untersuchungen zum Thema.
  • Methodische Ansätze, radikale Ideen und Instrumente im Umgang mit dem Phänomen „Systemsprenger*innen“.
  • Wie werden häufige Betreuungs- und Beziehungsabbrüche mit Kindern und Jugendlichen bearbeitet? Wie wird auf mögliche traumatische Erlebnisse eingegangen?
  • Wie erfolgt interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Einbindung des Herkunftssystems? Welche Formen und Notwendigkeiten lassen sich ableiten?
  • Inwieweit können rechtliche Rahmenbedingungen bei der Durchsetzung von (gesetzlichen) Aufträgen förderlich oder hinderlich sein? Aufsichtspflicht, Freiheitsbe- und einschränkende Maß-nahmen, Kindergarten- und Schulpflicht, Ausbildungspflicht usw.
  • Die Notwendigkeit der partizipativen Aushandlung der Rahmenbedingungen mit Kindern und Jugendlichen.